Fechten

Fechten - das ist doch total antiquiert?

Häufig werden wir gefragt: "Gehört das Fechten mit scharfen Klingen nicht der Vergangenheit an?" Tatsächlich hat das alte Bild des heroischen Zweikampfes, Streitigkeiten "auszufechten", heute wenig gemein mit der eher sportlichen Art des studentischen Fechtens.

Die Bestimmungsmensur war dereinst ein tragender Bestandteil unseres Bundeslebens. Als jedoch 1971 in unserem damaligen Dachverband die Pflichtmensur abgeschafft wurde, führte auch die Alemannia das fakultativ schlagende Prinzip ein. Das bedeutet, dass jeder Bundesbruder die Technik des Fechtens erlernen muss. Ob man allerdings eine "scharfe Partie" (oder auch mehrere) schlägt, ist jedem selbst überlassen – und selbstverständlich ist ein Bundesbruder, der nicht fechten möchte, nicht "weniger wert!"

Gefochten wird nach einem festen Regelwerk. Im Mittelpunkt steht die Bereitschaft, sich für die Gemeinschaft in eine persönliche Ausnahmesituation zu begeben und diese zu bestehen. Die eigenen Bundesbrüder leisten moralischen Beistand, sorgen für die Einhaltung der Regeln und bangen letztendlich meist mehr um ihren Paukanten als dieser selbst.
Vor der Mensur wird mit Hilfe eines Fechtlehrers und erfahrener Bundesbrüder intensiv trainiert. Die Paukanten sind während der Mensur durch besondere Kleidung geschützt. Bis auf leichte Schnittwunden am Kopf, die sogenannten Schmisse, drohen keine Verletzungen. Zwei Ärzte sind ständig anwesend und überwachen den Ablauf der Mensur.





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