Über uns

Verbindungsstudent? Burschenschafter? Was soll das überhaupt?

"Was soll das überhaupt?" "Wieso bist du eigentlich diesem Club beigetreten?" Solche Fragen werden uns ständig gestellt. Das kann manchmal ziemlich nerven. Aber wir verstehen es auch, denn es mutet schon etwas seltsam an, sich einem Verein anzuschließen, der nach außen anachronistisch wirkt. Um das nun einmal klarzustellen: Die Gründe, einer Verbindung beizutreten, sind vielfältig: Den einen reizt es, sich mit verschiedenen Charakteren zusammen- und auseinanderzusetzen und auch einmal etwas über andere Studiengänge zu erfahren, der andere ist einfach nur ein geselliger Typ, wieder andere möchten sich in einer Gemeinschaft ausprobieren und Verantwortung übernehmen.
Nicht zu vergessen ist natürlich der Spaßfaktor, der auf den häufig stattfindenden Veranstaltungen und Feten oder einfach nur abends "auf dem Haus" sehr groß ist.


Aktiv sein? Da ist doch ein Haken dabei!?

Natürlich, Nachteile gibt es massenhaft: Man muss sich häufiger in Schlips und Kragen zwängen, sich mit den verschiedensten "komischen" Leuten und Meinungen auseinandersetzen und irgendwelche merkwürdigen Gebräuche pflegen. Außerdem geht ein Haufen Freizeit drauf, in der man natürlich sinnvolleres machen könnte – zum Beispiel fernsehen.
Dann gibt es da auch noch so alte Leute (Alte Herren), die nur kritisieren und alles besser wissen. Da wollte mir doch letztens einer erzählen, wie ich in einer Prüfung aufzutreten und was ich zu lernen hätte – gut, er ist Professor für dieses Fach, aber trotzdem: eine Frechheit!
Zu guter Letzt wird man auch noch aufgefordert, einmal Verantwortung zu übernehmen.
Mit einem Satz: Aktiv sein ist entsetzlich!


Freundschaft?

Auch wenn das vielleicht mancher behauptet, wir sind kein komischer Haufen, dessen Mitglieder sich nachts um zwölf total betrunken um den Hals fallen, weil sie keine anderen Freunde haben. Dennoch: Freundschaft untereinander bedeutet uns sehr viel, und ein Bundesbruder, wie wir uns gegenseitig nennen, kann von mir mein letztes Hemd bekommen. Das sonderliche ist auch noch, daß diese Freundschaften ein Leben lang halten – meistens.


Frauen?

Frauen nehmen wir in unserer Verbindung nicht als Mitglieder auf. Das heißt aber nicht, daß Frauen nicht (fast) jederzeit auf bei uns willkommen und auch anzutreffen sind, es gibt in der Tat nur sehr wenige Veranstaltungen, die ohne Damen stattfinden. Ebenso bieten wir die Seminare unserer Dachverbands-Akademie, in denen regelmäßig berufsvorbereitende Themen - wie etwa Rhetorik, Moderation und Kommunikation u.ä. - behandelt werden, für Studentinnen und Studenten gleichermaßen an.


Nichts außer Bier trinken?

Häufig wird uns vorgeworfen, wir könnten nichts außer saufen, rumpöbeln und uns danebenbenehmen. Wir seien damit alle Alkoholiker, die sich sogar einen Biercomment geschaffen haben, in dem die Trinkregeln festgelegt sind.
Dass wir rumpöbeln und uns danebenbenehmen, kann uns keiner vorwerfen. Das ist einfach nicht wahr. Dass wir gerne einen zur Brust nehmen, macht uns – denke ich – noch lange nicht zu Alkoholikern, denn spätestens wenn es auf die Prüfungen zugeht ist auch mit "Saufen" erst mal Schluß. Dass wir einen Biercomment haben – O.K., very strange! – Aber hallo! Wir sind jung, möchten auch in dieser Beziehung unsere Grenzen kennenlernen, und außerdem macht es Spaß. Und selbstverständlich wird niemand zum "Saufen" gezwungen – wer solche Märchen glaubt, dem ist wohl nicht zu helfen.


Rechts von uns ist nur die Wand?

Absoluter Quatsch! Wer das behauptet, hat sich mit uns noch nicht beschäftigt. Bei uns sind alle willkommen, egal welcher Religion oder Nationalität sie angehören oder welche Partei sie wählen, ob sie Wehr- oder Zivildienst geleistet haben. Übrigens: nicht nur willkommen, sondern auch tatsächlich dabei! Siehst Du allerdings aus wie eine Eichel, wenn Du Deinen Pulli überstreifst und hast auch noch diese politische Einstellung, wirst Du garantiert nicht mehr eingeladen und schon gar nicht aufgenommen!


Wer hat hier was zu sagen?

Grundsätzlich gilt bei uns das Prinzip der Demokratie. Der Sprecher, der Gästewart und der Schriftwart – die drei Vorsitzenden der aktiven Verbindung – sind somit nicht die Herren und Meister aller anderen. Sie werden jedes Semester neu gewählt und übernehmen eigentlich nur die Ausführung der auf dem Convent – der Mitgliederversammlung – demokratisch beschlossenen Dinge.
Schließlich soll jeder einmal Verantwortung übernehmen.

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